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Platz 26

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von Alex Toth

 
Autor: Alex Toth
Zeichner: Alex Toth
Land: USA


Angeblich soll Alex Toth (übrigens hat mir bis heute keiner sagen können, wie man das vernünftig ausspricht. Folgende unbefriedigende Angebote gibt es: "Tott", "Tohss" und "Tuhss" (fehl eigentlich nur noch "Tut", "Tröt" und "Tööhröööh"). Wer kann weiterhelfen? Auf Zuruf!) ja eine total reaktionäre Arschgeige sein. Von mir aus. Als bester Comiczeichner der Welt soll er sein Recht auf Meinungsfreiheit ruhig voll auskosten... Momentchen mal, hör ich die Leude jetzt intervenieren, bester Comiczeichner der Welt? Ditt soll wohl ’n Witz sein? Nee, denn in diesem Fall ist ausschließlich das gemeint, was man unter dem hochgradig problematischen Begriff Zeichenkunst versteht. Der irgendwann in den Zwanzigern geborene Bartträger schafft es nämlich wie kein/e zweite/r, das Verhältnis zwischen den alles bestimmenden Parametern Zeigen, Andeuten und Weglassen so, ich möchte fast sagen: essentiell, auszuloten. Jedes seiner Panels stellt erneut die Frage nach der Substanz, der dort dargestellten Situation und spült gnadenlos all die überflüssigen Informationen ab durchs Klo nach Mittelerde, wo sie hingehören. Der Clou dabei ist - und jetzt aufgemerkt! -, dass sich seine Arbeiten (hier ein paar Geschichtchen für DC und Warren, da einige Zorro-Hefte für Dell, hier drei kleine Gastauftritte bei EC etc) durch eine inhaltliche und thematische Belanglosigkeit auszeichnen, die sich gewaschen hat. Toth geht es allein um Form, Form und nochmals Form, was ihn nicht nur zum besten, sondern auch zum abstraktesten aller Comiczeichner macht. Holt euch seine ausgerechnet bei Image erschienene Zorro-Gesamtausgabe, lest diesen superheißen Gourmetscheiß, fallt in Ohnmacht und verratet mir endlich, wie dieser Vogel ausgesprochen wird. (Marc Sagemüller)

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